|
Im Zuge der ersten großen Gesundheitsreform im Jahr 2000 leitete der Gesetzgeber eine
grundsätzliche Neugestaltung des Gesundheitssektors ein. Neben vielen Veränderungen wird
seither auch die Einführung und Weiterentwicklung eines internen Qualitätsmanagements (QM)
in Einrichtungen des Gesundheitswesens gefordert. Bis dahin lagen die Aktivitäten,
Gesundheitseinrichtungen intern nach den Kriterien eines prozessorientierten QM-Systems
auszurichten, im freiwilligen Engagement der jeweiligen Verantwortungsträger. So hatten
zahlreiche Kliniken, Arzpraxen und Pflegeeinrichtungen bereits grundlegende Maßnahmen
ergriffen, um QM in ihren Einrichtungen einzuführen bzw. befinden sich heute bereits einen
Schritt weiter, auf dem Weg zum "umfassenden Qualitätsmanagement".
Der überwiegende Teil der Gesundheitseinrichtungen ist jedoch gerade erst im Begriff, die
gesetzlichen Forderungen einzuleiten und umzusetzen. Seit Anfang 2004 sind Ärzte verpflichtet,
QM in ihren Praxen einzuführen. Ab 2005 müssen Krankenhäuser zum ersten Mal einen
strukturierten Qualitätsbericht vorlegen, der auch Aussagen über das interne
Qualitätsmanagement treffen muss. Die verpflichtenden Vorgaben für Pflegeeinrichtungen,
Apotheken und weitere betroffene Leistungsträger werden folgen.
Die grundsätzliche Forderung des § 135a (2) SGB V zur Implementierung ein QM-Systems ist kein
bürokratischer Selbstzweck. Zentrales Anliegen ist es, Transparenz sowohl für Patienten,
Mitarbeiter der Einrichtungen und die Kostenträger zu schaffen. Dadurch sollen
Verbesserungspotenziale aufgedeckt und Kosten eingespart werden. Wegen der unterschiedlichen
Ausgangsbestimmungen der Einrichtungen können keine Vorgaben über die Wahl eines bestimmten
QM-Modells gemacht werden. Die Ausgestaltung der QM-Systeme ist daher der Selbstverwaltung
der beteiligten Spitzenverbände überlassen.
Die Kritik an den bekannten, bestehenden QM-Verfahren führte bereits zur Entwicklung diverser
branchenspezifischer Verfahren. Doch auch an den allgemeinen, grundlegenden Modellen und
Begriffen des Qualitätsmanagements führt kein Weg vorbei. Auch diese stellen wir Ihnen im
Rahmen dieses Specials vor.
- Was versteht man unter Qualität?
- Prinzipielles zum Qualitätsmanagement
- Branchenunabhängige Verfahren:
- DIN EN ISO 9001:2000
- Total Quality Management
(TQM)
- Das Modell der European
Foundation for Quality Management (EFQM)
|
|
 |
|
- Branchenspezifische Verfahren
- Beispiele aus der Praxis
|
 |
|
 |
|
- Branchenspezifische Verfahren
- Beispiele aus der Praxis
|
 |
|
|